Die EMV 96-D ist ein gleisgebundenes, selbst-fahrendes Regelfahrzeug für die "kleine Unterhaltung" von Gleisen
Die Maschine ist ausgerüstet für den Transport von Personen,
Kleingeräten und geringen Mengen Baumaterial.
Eine Anhängelast von
bis zu 80 to kann im Baustellenbereich mitgeführt werden.
Ein Ladekram
mit 3,7 to/m dient zum Be - und Entladen der Ladefläche und
eingeschränkt eines nachlaufenden Flachwagens.
Die Maschine mechanisiert bisher manuelle Arbeiten im Gleisbereich.
Durch permanenten Einsatz des EMV 96-D werden punktuelle Schwachstellen aufgemessen, bear-beitet und somit DUA Intervalle verlängert.
Die EMV soll keine herkömmliche Stopf- oder Planiermaschine ersetzen, er soll kostengünstig (nicht mehr vorhandenes) Personal ersetzen, und einen Mindestunterhaltungszustand der Gleisanlage über einen gewissen Zeitraum gewährleisten.
Die EMV ist grundsätzlich mit einem Maschinisten besetzt.
Sollen
Arbeiten ausgeführt werden, die den Einsatz der funkferngesteuerten
Nivellieranlage bedingen, kommt ein Facharbeiter hinzu, der extra vergütet
werden muß.
Ein Streckenkundiger zum Regeln der betrieblichen Belange,
als Fahrzeugführer und Aufsicht muß beigestellt werden.
Die EMV mißt, stopft, profiliert,planiert und kehrt.
Die Maschine kann im Meßmodus einen Gleismeßschrieb erstellen, nach der Bearbeitung einen modifizierten Servogorschrieb ausgeben, und auf dem Arbeitsschreiber (Laumonier-schreiber) die Gleislage vor und nach der Bearbeitung dokumentieren.
Die EMV 96 D ist ein 2 achsiges Regelfahrzeug mit der üblichen eisenbahntechnischen Ausstattung.
Eine große klimatisierte Kabine enthält alle zum Führen
und Arbeiten notwendigen Einrichtungen.
Sie ist mit den erforderlichen
Sitzplätzen (6 Stück) , Bedieneinrichtungen und
Datenverarbeitungssystemen bestückt.
Zugbahnfunk und SIFA sind
installiert.
Zwei schwere Weichenstopfaggregate bearbeiten beliebige Gleisbereiche im
Zusammenhang mit einem starken Hebe - Richt Aggregat mit Schienenhaken.
Eine
hydraulisch von der Maschine gesteuerte Winde kann in Weichenbereichen den
abzweigenden Strang heben.
Flankenpflüge links und rechts profilieren und planieren im
Zusammenhang mit einem üblichen Zentralpflug.
Eine Kehreinrichtung
kehrt die Schwellen-bereiche ab.
Ein integriertes Meßsystem erfaßt und verarbeitet alle relevanten Parameter der Gleisgeometrie mit dem Ziel,
Ein hydraulischer Ladekran dient zum Be- und Entladen schwerer und sperriger Bauteile auf die Ladefläche
Beleuchtung, Warneinrichtungen, Pufferbrust, Zughaken, Fahrwerk und Abmessungen entsprechen den einschlägigen Vorschriften.
2 Dieselmotoren ( 249 KW, 48 KW) erzeugen die notwendige Antriebsenergie
für alle Zwecke.
Bei Überstellfahrt mit eigener Kraft geht die
gesamte Leistung in den hydrostatischen Fahrantrieb.
Übliche
Fahrleistungen im Geschwindigkeits-bereich bis 90 km/h sind
möglich.
Während der Arbeit versorgen die Diesel die komplette
Arbeitshydraulik mit Energie.
Die Dieselmotoren versorgen periphere
Ein-richtungen wie Druckluftsystem und E - Anlage permanent über
übliche Nebenaggregate.
2 Kraftstofftanks a 700 Liter Inhalt
ermöglichen ausreichende Laufzeiten ohne nachzutanken.
Wird bei Meßzugfahrten Unterhaltungsbedarf festgestellt, kann der EMV-Einsatz projektiert werden.
oder
Beobachtungen und Feststellungen ergeben Unterhaltungsbedarf, die EMV kann einen üblichen Meßschrieb als Entscheidungsbasis für einen Einsatz erzeugen.
Vorgehen:
Ein punktueller Geometriefehler wird grob angefahren.
Von dort zeigt
eine kurze Meßfahrt auf dem Arbeitsschreiber den genauen Ortsbezug des
(der)Einzelfehler(s) und übermittelt dem Bediener einen Überblick
über die Art des Fehlers.
Der Bediener legt aus Erfahrungswerten und
Beobachtung der Strecke seine Bearbeitungs-strategie fest.
Der Bereich des
Einzelfehlers wird anhand des Laumonierschreibers angefahren.
Der Fehler
wird durch Stopfen und Richten beseitigt, wobei der Bediener die digital
angezeigten Geometriewerte manuell verarbeitet.
Eine erneute Meßfahrt
im bearbeiteten Bereich dokumentiert direkt auf den 2 cm versetzten Spuren des
Laumonierschreibers über das Arbeitssystem die
Arbeitsqualität.
Die Daten des Meßsystems werden elektronisch
verarbeitet und gespeichert und über einen Drucker als Servogorausdruck
schwarz - weiß ausgegeben.
Bei Bedarf wird der Arbeitsablauf
wiederholt.
Eventuell erforderliche Profilierungs- und Kehrarbeiten können anschließend in einem seperaten Arbeitsgang abgearbeitet werden.
3.1. Daten zur Vorbereitung und Durchführung von Transporten
Gewichte (Eigen-/Höchstgewicht): 37,5/40(to)
Radsatzlast in Transportstellung: 19,5/18(to)
Streckenklasse : C2 und höher
Länge über Puffer : 15,50 m
Fahrzeugeigen-/höchstgewicht
durch Länge : 2,52/2,58(to/m)
Gesamtlänge (Transportstellung) : 15,50 m
Höhe über SOK Transportstellung : 4.100 mm
Breite ab Fahrzeugmitte
Transportstellung : 1562,5 mm
Anzahl Radsätze : 2
Radsatzabstand : 9,00 m
Zugkraft am Zughaken : 200 Mp
Bremsarten : G/P
Bremsgewichte (P und/oder G) : P = 35 to, G = 21 to
Handbremsgewicht
kleinster befahrbarer Radius : 150 m
Geschwindigkeiten:
(Eigenfahrt/Zugverband) : 90/90 km/h
Anhängelasten : 20*(80) to
Einstellbedingungen
Verbote beim Rangieren : nicht über Ablaufberg
3.2. Daten für Planen und Durchführen von Einsätzen
Radsatzlast in Arbeitsstellung :19,5/18 (to)
Gesamtlänge in Arbeitsstellung :15,50 m
Höhe über SOK in Arbeitsstellung:4100 mm
Breite ab Fahrzeugmitte in
Arbeitsstellung :1562,5 mm
lichte Weiten bei verschiedenen
horizontalen Arbeitsstellungen :max. 3590 mm
Anzahl der Radsätze in
Arbeitsstellung :3 Meßachsen
2 Triebachsen
zulässige Geschwindigkeit
bei Arb.fahrt :90 km/h
(zu Bearbeiten von Fachautor)
- keine -
6.1. Zugfahrt
Vor Abfahrt muß sichergestellt sein, daß alle
Arbeitseinrichtungen und -aggregate in Transportstellung und Parkposition
gebracht werden.
Bei Energieausfall können alle Aggregate über
eine Notpumpe in Transportstellung gebracht werden.
Im Bedienpult
müssen grüne LED ´s in einem Piktogramm der Maschine das
Einrasten aller mechanischen Veriegelungssysteme anzeigen.
Ist dies nicht
der Fall ist die Getriebefunktion "Überstellfahrt" blockiert, der Grund
der Fehlermeldung muß geklärt und beseitigt werden.
Der Ladekran
muß in Parkstellung stehen und ausgeschaltet sein.
Eventuell lose
Teile auf der Ladefläche müssen sicher verzurrt sein.
Darf in Züge eingestellt werden.
Zugelassen für
Streckenklasse C2 und höher
Abstoßen und Ablaufenlassen
verboten
Achtung Federspeicherbremse
- zum Rangieren und Einstellen müssen die Federspeicher ausgehängt sein, da ansonsten Bremse blockiert.
Zulässige Anhängelast im Arbeitsbetrieb 80 to
Der EMV bearbeitet punktuelle Störstellen.
Die Maschine ersetzt
die Arbeitsleistung und Arbeitsweise einer Rotte und wird entsprechend
eingesetzt.
Durch die maschinelle Bearbeitung liegt das Qualitätsniveau
über der manuellen Arbeit.
Die über das Meßsystem
ermittelten und digital dargestellten Geometrieparameter werden vom Bediener
manuell verarbeitet.
Beobachtung der Störstelle und
erfahrungsgemäße Einschätzung der Entstehung begründen die
Strategie des Bedieners.
Die Störstelle selbst ist der jeweilige
Bauabschnitt.
- keine besonderen Erfordernisse -
Auswertung bzw. Erstellen von Gleismeßschrieben als
Vorlauf.
Bewerten und Beurteilen von Störstellen mit
Streckenkenntnis.
Regeln der betrieblichen Belange
(Einsatz-terminierung).
Bereitstellen und Verladen benötigter
Materialien und Kleingeräte
Beistellen eines Streckenkundigen zum Regeln der betrieblichen Belange, als Fahrzeugführer und Aufsicht.
10.1. Arbeitsbereiche
s. Anlagen
minimaler Radius : 150
mmaximale Überhöhung : 160 mm
größte Längsneigung : 40 ·/oo
Schienentemperaturen (min/max):
Die erreichte Qualität nach der Bearbeitung wird grundsätzlich
über den Arbeitsschreiber dargestellt.
Die Parameter
Längshöhe (links/rechts), Verwindung, Krümmung und Spurweite
werden vor und nach der Arbeit ermittelt und direkt
gegenübergestellt.
Ein Servogor- Ausdruck kann über einen
Computerdrucker schwarz- weiß erstellt werden. Es werden keine Hebewerte
und Beistellzeiten aufgezeichnet.
Beachtet werden muß bei der
Auswertung, daß bei der vorliegenden Einzelfehlerbeseitigung
situationsbezogen agiert werden muß, z.B. ist punktuelles Überheben
und Überrichten im Einzelfall durchaus sinnvoll.
Ausgangspunkt ist die
Beurteilung der Entstehung des Einzelfehlers und dessen möglichst
nachhaltige Korrektur.
Oberleitung kann grundsätzlich eingeschaltet sein.
Der Einsatz bei Dunkelheit ist grundsätzlich möglich.
Die
EMV ist dem üblichen DB- Spitzensignal ausgerüstet.
Die
Arbeitsbereiche werden durch Arbeitsscheinwerfer ausgeleuchtet.
Eine
zusätzliche Baustellenbeleuchtung ist nicht erforderlich.
Geräusche : Meßprotokoll TÜV Saarland
Luftverunreinigung : Protokoll Abgase
Dieselmotoren
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