Grobdiagnose
des Baugrunds unter Gleisanlagen mit

Georadar

Technik:

Eine an einem Schienenfahrzeug angebrachte Antenne sendet elektromagnetische Impulse in den Untergrund. An Schichtgrenzen werden die Signale teilweise reflektiert und von einem Empfänger aufgenommen. Laufzeit und Reflektionsintensität der Signale werden gespeichert.

Schmetterlingsdipol

Schmetterlingsdipol (gleichzeitig Sender und Empfänger) Meßhöhe: 5 cm über Schwelle

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Der direkte Ortsbezug eines jeden Signales wird über ein Impulssystem am Tachoausgang des Trägerfahrzeuges und einem definierten Startpunkt hergestellt.
Das Trägerfahrzeug bewegt sich im Meßmodus mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h.

Die Daten werden über einen Rechner verarbeitet und auf Videoband abgespeichert.

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Hardware

Ziele:

Georadar macht linienförmige qualitative Aussagen über Geometrie und Zustand des Unterbaus. Es macht Änderungen im Verlauf des Unterbaues sichtbar und schafft somit eine Basis zur gezielten Anwendung von Feindiagnosesystemen. Kritische Abschnitte können eingegrenzt und anschließend gezielt erkundet werden.

Ausschnitt aus dem Diagramm

Die Gefahr des Übersehens von Inhomogenitäten durch das bisher übliche schematische Erkunden entfällt.
Georadar macht schnell (bis 70 km Gleis/Tag), zerstörungsfrei und ohne wesentliche Streckenbelegung wichtige Aussagen zum Unterbau.

Einsatzvorbereitungen:

Die Streckenpläne der interessierenden Abschnitte sind bereitzustellen.
Ein Fahrplan für die zu messenden Gleise muß für eine Geschwindigkeit von 30 km/h mit kurzen Stopps alle 5 km eingelegt werden.
Ca. 2 Stunden vor der Meßfahrt muß ein Schienenfahrzeug (SKL) mit Bediener an einem zugänglichen Übergabepunkt bereitgestellt werden. Georadar wird adaptiert. Nach 200 m Kalibrierfahrt ist das System einsatzbereit.

Stand 01/97

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