UUM - Untergrund-Untersuchungs-Maschine

Rotations-Trocken-Bohrungen


Regelbohrtiefe 1,35 - 1,65 von SO; Durchmesser=220 mm,
Entnahme ungestörter Bodenproben,
Bohrkerne der Güteklasse 2,
Bodenansprache nach DIN 4023,
Umfangreiche Dokumentation,
hohe Arbeitsgeschwindigkeit ( < 10 min. /Bo.).

Laborleistungen u.a. mit Bodengefahren,
Klassifikation kontaminierter Stoffe u

Gutachten im Zusammenwirken mit Fachinstituten bzw. Ing.-Büros,
Beratung zu Sanierungsverfahren.

Es stehen 6 verschiedene Bohrkerne incl. Bohrprotokoll zum Vergleich zur Verfügung!

Bohrkern

Aufgabe und Zielsetzung

An definierten Punkten im Gleisbereich werden Bohrkerne gewonnen, die optisch und bodenmechanisch angesprochen und dokumentiert werden. Aus den Bohrkernen können zur Laboranalyse gestörte und ungestörte Bodenproben entnommen werden.
Die Bohrkerne geben Auskunft über Schotterverhältnisse, Unterbau und Wasserverhältnisse und werden im Labor zur Ermittlung bodenmechanischer Kennwerte herangezogen.
Packlager, Schottersäcke und sonstige Anomalien können festgestellt werden.

Technik

Auf einem schienengebundenen Regelfahrzeug sind Vertikalbohrgeräte installiert, die Bohrtiefen zwischen 1,37 m und 1,85 m unter SO erreichen und sich beidseitig bis 4,20 m aus der Gleisachse ausschwenken lassen.
Die Bohrwerkzeuge sind Stahlrohre mit 200 mm Innendurchmesser, die mit einer speziellen Bohrkrone und einem ca. 110 mm breiten, verschließbaren Längsschlitz versehen sind.
Die Bohrwerkzeuge werden unter Rotation und Druck hydraulisch in den Untergrund getrieben. Im Rohrinneren steigt ein Bohrkern auf, der beim Ziehen des Rohres im Rohrinneren verbleibt. Nach dem Öffnen des Sichtschlitzes ist eine direkte Begutachtung des gewonnen Bohrkernes möglich.
Die Entnahme von Bodenproben erfolgt mittels Normausstechzylinder für ungestörte Probe und/oder Plastikbeutel für gestörte Probe. Die Proben werden verpackt und gekennzeichnet.

Dokumentation

Der Bohrkern wird vor Ort angesprochen, vermessen und in einem Bohrprotokoll eindeutig dokumentiert. Von jeder Bohrung wird eine Fotographie gemacht.
Das Bohrprotokoll und die dazugehörigen Fotographien werden in Büroarbeit übersichtlich zusammengestellt und mit eventuellen Laborergebnissen der beauftragenden Stelle zugesandt.

Arbeitsvorbereitung

Der UUM - Einsatz erfolgt von einem festgelegten Tarifpunkt aus.
Im Normalfall werden keinerlei Hilfsmittel wie z.B. Lok, Beleuchtung, Fremdenergie benötigt.
Die UUM ist ein selbstfahrendes Regelfahrzeug mit einer Überstellgeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.
Der Normzeitbedarf für ein Bohrspiel beträgt ca. 10 - 12 min, eine Leistung von 5 - 6 Bohrungen pro Stunde sind realistisch. Ein Bohrspiel umfaßt Bohrung, Bodenansprache, Dokumentation, Entleeren und Vorfahrt zum nächsten Bohrloch.
Das Bohrprogramm sollte vorher anhand zur Verfügung stehender Daten erarbeitet sein. Ideale Daten werden durch Georadar gestellt, aber auch Gleismeßschriebe und Stellen mit erhöhtem Unterhaltungsbedarf sind hierfür auswertbar.
Für den Einsatz sind ein Fahrzeug(Aufsichts)führer und ein Sicherheitsposten zu stellen.
Eventuelle Fahrpläne und eine BETRA sind zu erarbeiten.

Entnahme von Bodenproben

  1. Entnahme gestörter Bodenprobe
    Der Inhalt eines definierten Teils des Bohrkerns wird ungeordnet in einen starken Plastikbeutel verpackt. Die Menge beträgt ca. 10 kg.
    Die Probe wird versiegelt und mit Datum, Ort und Bohrlochnummer versehen.
    Die Probe wird zu einem Labor unserer Wahl transportiert oder zum Abtransport bereitgestellt.
  2. Entnahme ungestörter Bodenproben
    Ein Normausstechzylinder wird in den Bohrkern eingeschlagen. Der anstehende Untergrund wird ungemischt in seinem Istzustand entnommen. Die Probe wird versiegelt und mit Datum, Ort und Bohrlochnummer gekennzeichnet.
    Die Probe wird zu einem Labor unserer Wahl transportiert oder zum Abtransport bereitgestellt.
  3. Entnahme von Schotterproben
    Der Schotter wird aus dem Bohrkern in einen verschließbaren Behälter gefüllt.
    Die Probe wird gekennzeichnet.
    Die Probe wird zu einem Labor unserer Wahl transportiert oder zum Abtransport bereitgestellt.

Anspechpartner für weitere Informationen: Herr Radu Apopei - Tel. 0 68 41 / 979 147

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